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Mein Kind hat einen "Erdbeerfleck"

Ursachen und Ausprägungen von Blutschwämmchen 

Was sind Blutschwämmchen?

Ein infantiles Hämangiom, besser als „Blutschwämmchen“ bekannt, ist ein gutartiger vaskulärer Tumor, der sehr häufig bei Säuglingen vorkommt: 10 % der Neugeborenen sind bald nach der Geburt betroffen. Das Hämangiom tritt nämlich in den ersten Lebensmonaten auf. In 60 % der Fälle befindet sich das Hämangiom im Gesicht. Das Mal ist rot gefärbt, glänzt und wird allgemeinhin als „Blutschwämmchen“ oder „Erdbeerfleck“ bezeichnet. Lokale (örtliche gebundene) Komplikationen können in Form von Geschwürbildung oder kritischer Lokalisation (Stelle) wie beispielsweise an den Augen oder den oberen Atemwegen auftreten. Diese komplizierten Formen stellen die schweren Formen dar. Sie entsprechen 10 % der Hämangiomfälle, also 1 % der Geburten. In der Vergangenheit wurden diese Fälle mit einer langen Kortikoidtherapie behandelt. Das Kritische an dieser Behandlungsform waren die zahlreichen und manchmal schwerwiegenden Nebenwirkungen für die Säuglinge.

Krankheitsverlauf

Infantile Hämangiome entwickeln sich in 3 Phasen:

  1. Einer Wachstumsphase, die bis einige Monate nach der Geburt anhält,
  2. einer Regressionsphase, die in der zweiten Lebenshälfte einsetzt und in der sich das Hämangiom über mehrere Jahre von selbst zurückbildet, und
  3. einer abschließenden Phase, die nicht automatisch und zwangsweise auftritt, in der nach dem Verschwinden des Hämangioms Hautveränderungen zurückbleiben.

Aufgrund des Risikos von unmittelbaren Funktionsstörungen und wegen möglicher ästhetischer Beeinträchtigungen, , werden dabei Lippen,  Nase und Augenlidern besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Die Mechanismen, die zur Entstehung eines Hämangioms führen und bei dessen Entwicklung eine Rolle spielen, wurden noch nicht vollständig erfasst und verstanden. Die Anomalie, die zum Auftreten dieses gutartigen vaskulären Tumores führt, ist aber bei den so genannten Endothelzellen anzusiedeln, aus denen die Wände der Blutgefässe bestehen. Sie nehmen anormal zu. Wachstumsfaktoren, die die Bildung der Blutgefäße (Angiogenese) anregen, scheinen involviert zu sein, da bestimmte Behandlungen, die deren Produktion blockieren, zu einer Rückbildung des Hämangioms führen. Außerdem wurde festgestellt, dass bestimmte Faktoren das Auftreten von Hämangiomen begünstigen:

  • Frühgeburt
  • Geringes Geburtsgewicht (weniger als 1,5 kg), 
  • Verletzungen der Placenta, die während der Schwangerschaft aufgetreten sind
  • Weibliches Geschlecht (je schwerer das Hämangiom, desto höher der Anteil an Mädchen)
  • Hohes Alter der Mutter
  • Mehrfach-Schwangerschaft

HEMANGIOL® 

Die Therapie gegen proliferatives infatiles Hämangiom

Leitfaden für Angehörige